Leserbrief zu „Miller greift LGS-Gegner massiv an“ vom 6.4.2016 – von Gerhard Lechner

Ich kann nur den Kopf schütteln über so viel aufgesetzte Empörung und die Skandalisierung eines Interviews zum Bürgerentscheid LGS.
Die darin von Frau Helga Mandl getätigten Aussagen sind nur mit äußerst bösem Willen und dunkelster Phantasie als absichtlich geschäftsschädigend für Traunstein zu bewerten.
Dem Verleger des Traunsteiner Tagblattes, Thomas Miller, ist es völlig egal, ob seine Skandalisierung unseres Bürgerbegehrens einen wahren Hintergrund hat. Als Medienprofi weiß er, dass kaum jemand das inkriminierte Interview nachlesen wird  und dass vom ungeheuren Vorwurf, das Aktionsbündnis habe nun „sein wahres Gesicht gezeigt“, unsere  Absicht  sei es „Traunstein überregional schlecht machen“, so dass „niemand mehr auf die Idee kommt, dass Traunstein doch eine Reise wert sein könnte“ schon irgendetwas hängen bleiben wird.
Dass er mit dieser Attacke bis wenige Tage vor dem Bürgerentscheid gewartet hat, obwohl der Artikel ja schon in der Märzausgabe veröffentlicht worden war, ist auch interessant. Ich selbst hatte bis Montag weder von diesem Interview noch von der Existenz dieser Fachzeitung gewusst.

Ich kann für unser Bürgerbegehren gegen die LGS in Traunstein versichern, dass wir bei jeder Gelegenheit herausgestellt haben, wie touristisch attraktiv Traunstein und der Chiemgau sind und dass Traunstein, weil es eben eine Stadt mit hervorragenden Naherholungsgebieten und schönen Parks ein äußerst lebenswerter Wohnort und ein sehr, sehr attraktives Ziel für Busreisende und Individualtouristen ist. Schon heute- und ohne LGS.

Das Traunsteiner Tagblatt hat bereits vor Wochen eine Leserbriefsperre zu den Themen der Bürgerentscheide verhängt, mit der Begründung, „um eine Stimmungsmache zu vermeiden“. Wir können also seit Mitte März unsere Position nicht mehr im Traunsteiner Tagblatt darstellen und uns auch nicht mehr gegen derartige bösartige  Anschuldigungen wehren, obwohl sie auch im Traunsteiner Tagblatt abgedruckt worden sind.
Ich habe mich eigentlich immer glücklich geschätzt, dass wir in Traunstein noch eine unabhängige, inhabergeführte Zeitung haben. Im Vorfeld des Bürgerentscheids zur Landesgartenschau hat sich dieser vermeintliche Vorteil aber eher als Nachteil herausgestellt.
Wir freuen uns sehr auf die Abstimmung am Sonntag. Dann dürfen endlich alle Traunsteiner über die LGS abstimmen. Mögen die besseren Argument und Traunstein als Ganzes gewinnen.