Beitrag zur LGS im OVB am 7. April – Von Helga Mandl

Ursprünglich waren Landesgartenschauen dazu gedacht, unattraktive Industriebrachen zu begrünen. In Traunstein gibt es solche Flächen nicht, in Traunstein hat man für die Stadt wichtige Flächen überplant, z. B. den Festplatz. Auf die Fragen „Wird es in der Bierstadt Traunstein zukünftig noch ein Volksfest geben? Wo kann man dann kostenfrei parken? Kann der Rinderzuchtverband seine Versteigerungen weiterhin in Traunstein abhalten? Wohin mit der TRUNA und den Flohmärkten? Können der Faschingszug und der Georgiverein ihre Aufstellung weiterhin in der Stadt abhalten?“ gibt es keine Antworten.
Dafür verspricht man den Bürgern, dass Projekte, wie z.b. die „Welle“ nur mit der LGS machbar sind. Irrtum. Solche Projekte sind nicht förderfähig, was die Stadt auch weiss. Warum eigentlich soll die Jugend auf die „Welle“ bis 2022 warten?
Die Kosten für die LGS sind Stand heute unüberschaubar. Die Schuldenentwicklung der Stadt ist heute schon alarmierend, die Rücklagen sind auf einem Tiefstand. Viele drängende Projekte müssen realisiert werden, z.B. AKG-Turnhalle, Ausstattung für die Feuerwehr, Schulerweiterungen, Jugendzentrum, Klosterkirche u.v.m.
Auch in Traunstein kann jeder Euro nur einmal ausgegeben werden. Jeder Cent für LGS fehlt an anderer Stelle. Stellt sich die Frage: was ist uns Traunsteiner die LGS wert? Sicher, einige wenige werden von dem Grossereignis profitieren. Die Schulden jedoch zahlen alle. Und sollte der Schuldenberg zu groß werden, wird die Stadt nicht um die Erhöhung von Gebühren und Hebesätzen herumkommen. Fazit: für eine Kleinstadt wie Traunstein ist das einseitige Risiko einfach zu groß, also Finger weg!