10 Gründe gegen die Landesgartenschau in Traunstein – Von Michael Gessenharter

Hunderttausende Besucher bringen 6 Monate lang Chaos in die Stadt Traunstein (keine Parkplätze mehr für Pendler und Besucher, Verkehrsstaus, lange Wartezeiten in Gastronomie, höhere Preise). Heimische Betriebe gehen infolge EU-Ausschreibungen für höhere Auftragsvolumen zumeist leer aus. Die Hotelkapazitäten in Traunstein sind verschwindend gering. Übernachtungsgäste müssten auswärts nächtigen. Die finanzielle Belastung der Stadt wird mit 9 Mio. EURO schön gerechnet. Realistisch sind mindestens 18-36 Mio. EURO. Das geplante Parkhaus auf dem Karl-Theodor-Platz erfordert die Fällung zahlreicher gesunder Bäume, verursacht riesige Kosten und benötigt zur Amortisation hohe Parkgebühren von den künftigen Besuchern. Die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt würde infolge der hohen Neuverschuldung stark abnehmen. Leidtragende wären auch Kinder, Senioren und Vereine, für die weniger Geldmittel aufgewendet werden könnten und die örtlichen Betriebe, für die weniger Aufträge erteilt werden könnten. Völlig ungeklärt ist nach wie vor die Verfügbarkeit der Kernfläche Chiemgauhalle (langfristige Pachtverträge, nicht verkaufsbereite Grundstücksanlieger). Wo in Zukunft die Truna, das Volksfest, die Aktivitäten des Tierzuchtverbandes etc. stattfinden sollen, steht in den Sternen. Das Ausstellungsgelände für die Landesgartenschau an den Traunwiesen ist ungeeignet. Nach der Landesgartenschau entstehen öde Flächen wie in Deggendorf, die wenig Attraktivität bieten. Nach einem halben Jahr wirtschaftlichen Strohfeuers wie in Griechenland nach dem EURO-Eintritt bleibt Traunstein auf hohen Schulden sitzen, ohne die Attraktivität der Innenstadt (leerstehende Geschäfte in der Marienstraße und Ludwigstraße) gesteigert zu haben. Andere Städte waren schlauer als Traunstein. Sie haben sich erst gar nicht um die Durchführung beworben. Traunstein ist der einzige Bewerber für eine Landesgartenschau, für deren Durchführung ihm bedeutende Voraussetzungen fehlen.